Das Energiesparkonto für Mieter

Werdegang des Mietervereins
Im April 1922 setzten sich ca. 80 Mitbürger aus Ebingen zusammen und gründeten einen Mieterschutzverein.
In vielen Städten Deutschlands gab es bereits schon solche Vereine.

Am 2. Mai 1922 fand dann die erste Hauptversammlung statt und eine  Vereinssatzung wurde beschlossen.

Am 27. Juni 1922 erfolgte dann der Eintrag in das Vereinsregister.

Der erste Vereinsvorsitzende war Ernst Fuss und der Verein wuchs auf 212 Mitglieder an.

Im gleichen Jahr übernahm Herr Saile die Vereinsführung und durch die Stadt Ebingen wurde ein Schlichtungsausschuss gegründet. Dieser Ausschuss wurde eingesetzt um lange und unnötige Prozesse zu vermeiden.

Der Vereinsbeitrag betrug damals 40 Reichspfenning. 

Von der NSDAP unterdrückt und letztendlich offiziell verboten arbeitete der Verein unter Leitung von Josef Deflorin im Untergrund weiter.

Bei dieser Arbeit wurde der damalige Vorsitzende verhaftet als er zu einer Vorstandssitzung ging.

Bei der Wiedergründungsversammlung am 12. Feb. 1950 nahm dann der Verein offiziell seine Tätigkeit unter der Leitung von Erwin Patz wieder auf.

Der damalige Vorstand musste einen politischen Fragebogen der französischen Besatzungsmacht vorlegen um seine ehrenamtliche Tätigkeit ausführen zu dürfen.

Am 10. Feb. 1951 wurde der Vereinsname in Mieterschutzverein Ebingen und Umgebung e.V. geändert.

Karl Seidl wurde zum Vorsitzenden gewählt. In diesem Jahr feierte der Verein sein 30 jähriges Bestehen.

Im Januar 1956 übernimmt Hermann Ramme das Amt des Vorsitzenden, der Verein zählte zu diesem Zeitpunkt 230 Mitglieder.

Nach dem Tod von H. Ramme übernimmt das Gründungsmitglied Ernst Fuss wieder die Vereinsführung.

Herr Fuss ist in der Vereinsgeschichte beispiellos. Er war nicht nur Gründungsinitiator und Vorsitzender des Vereins, er arbeitete damals als Rechtsberater in der Mieterbewegung, war Kreisverbands-Vorsitzender und Vorstandsmitglied im Landesverband Baden-Württemberg.

1966 legte H. Fuss altershalber sein Amt nieder und Hans Moll übernahm die Führung des Vereins.

Bei der Hauptversammlung am 21.1.1968 wurde dann, der noch vielen bekannte, Karl Kreutz zum Vorsitzenden gewählt und nahm die Vereinsgeschicke in die Hand.

Unter seiner Führung fand der Einzug in das Büro Schmiechastr. 37 in Ebingen statt. Der Verein erstellte sich eine Geschäftsordnung und der Beitrag betrug damals 16 DM.

Bis zu diesem Zeitpunkt erfolgte die Kassierung des Beitrages Monatlich durch den Hauptkassierer und seine Unterkassierer. Als Quittung wurden Marken in das Mitgliedsbuch geklebt.

In dieser Zeit war die Zusammenarbeit zwischen dem Mieterverein und dem Haus- und Grundeigentümerverband vorbildlich, man brauchte keinen Schlichtungsausschuss sondern regelte die meisten Streitigkeiten am Grünen Tisch.

Am 15. April 1972 fand die Jubiläumsveranstaltung zum 50 jährigen Bestehen des Vereins statt und im gleichem Jahr schloss man sich mit dem Mieterverein Hechingen zusammen. Der Mitgliederstand betrug zu dieser Zeit 277.

1973 wurde der Name unseres Vereins auf den heutigen Namen Mieterverein Zollern/Alb und Umgebung e.V. geändert.

Der Mitgliederstand war jetzt bereits auf 330 angewachsen.

1979 musste Karl Kreutz sein Amt wegen Umzug nach Geisingen seinem damaligen 2. Vorsitzenden Emil Krauss übergeben.

1980 übernahm dann die Vereinsführung Josef Lehmann. In dieser Zeit konnte erstmals eine Mietrechtsschutzversicherung für unsere Mitglieder abgeschlossen werden. Der Beitrag betrug 48 DM, der Mitgliederbestand wuchs auf über 400 an. 

Aus gesundheitlichen Gründen gab H. Lehmann Anfang 1983 sein Amt ab und Dieter Wurst wurde zum Vorsitzenden gewählt.

Durch die entsprechende Vorarbeit 1982 konnten zwei Beratungsverträge mit dem Anwaltsbüro „ Kiesecker & Stoll „ in Albstadt und „ Schäfer & Arndt „ in Sigmaringen abgeschlossen werden. Seit diesem Zeitpunkt wird die Beratung in unseren Sprechstunden durch Rechtsanwälte durchgeführt.

Herr Rechtsanwalt Gerhard Holdenried hat inzwischen diesen Beratungsvertrag übernommen und hält die Sprechstunden in Sigmaringen und teilweisse in Albstadt ab.

Ab Januar 1986 wurde jedem Vereinsmitglied ab zweijähriger Mitgliedschaft die Mieterzeitung, bei gleichbleibendem Beitrag, zugestellt.

1987 fand unser 65 jähriges Jubiläum statt und der Landesverband Baden-Württ. hielt aus diesem Anlass seine Landesarbeitstagung bei uns ab.

1990 fand dann der Umzug unseres Vereinsbüro von der Schmiechastraße in die Bahnhofstraße 4 statt

1992 konnte der Verein einen weiteren Vertrag mit dem Anwaltsbüro   „ Schepelmann & Hess „ in Albstadt abschliessen. Der Mitgliederstand ist inzwischen über 900 angewachsen.

Am 19. Juni 1993 gab Dieter Wurst nach 10 Jahren das Amt des Vorsitzenden an den damaligen 2. Vorsitzenden Rainer Steinebrunner ab.

Auf der Hauptversammlung 1996 wurde Frau Erika Rauch zur Vorsitzenden gewählt. 

Damit war zum 1. Mal eine Frau an der Spitze des Vereins.

Im Jubiläumsjahr 1997  - das 75 te -  konnte nach den Beratungsstellen in Ebingen und Sigmaringen eine weitere in Geislingen bei Balingen eröffnet werden.

1998 fand das Computerzeitalter in unserem Büro seinen Platz und von nun an wurde vieles in der Verwaltung einfacher.

Ebenfalls 1998 konnten Beraterverträge mit der Rechtsanwältin Heidi Neumann und mit den Rechtsanwälten Hans-Georg Walter und Harald Schwabenthan abgeschlossen werden.

Am 11. Juli 1998 kandidierte Erika Rauch nicht mehr als Vorsitzende und Frau Rita Reichel wurde zur 1. Vorsitzenden gewählt.

Bei der Hauptversammlung am 10. Juli 1999 wurde Dieter Wurst zum Vorsitzenden des Vereins gewählt.

Seit diesem Jahr haben wir noch einen Rechtsanwalt Herrn Roland Brückl der für uns die Rechtsberatung in Geislingen im Wechsel mit Harald Schwabenthan durchführt.

Unser Mieterverein ist ein sogenannter Flächenverein und umfasst heute wie schon vor Jahren ein Gebiet von ca. 3300 Quadratkilometer, dies machte eine geschickte Verteilung von den einzelnen Beratungsstellen erforderlich.

Fazit !

Die Mietervereine gehören zu den notwendigen Organisationen, setzen sich für die Rechte und Bedürfnisse ein, die für alle in Miete wohnenden Bürger in der heutigen Zeit von großer Hilfe sind.